Discussion:
Richtkreis Zeiss RK76A1
(zu alt für eine Antwort)
Sebastian Suchanek
2014-10-29 17:35:14 UTC
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Raw Message
Hallo NG!

Beim Stöbern im Netz bin ich über ein Bundeswehr-Gerät namens
"Richtkreis Zeiss RK 76 A 1" gestolpert. Den Fotos nach zu urteilen
scheint das im Prinzip ein "analoger" Theodolit zu sein.
Soweit, so gut - allerdings erschliesst sich mir der Sinn bzw. die
Funktion der rot-weißen "Antenne" auf dem Gerät nicht so ganz. Aus der
"zivilen" Vermessungstechnik kenne ich es so, dass Peilstangen usw. als
"Ziele" verwendet werden, aber nicht das Messgerät selbst.
Außerdem scheinen der rote und der grüne Ring oben auf der "Antenne"
auch beleuchtet zu sein.
Kann jemand Licht ins Dunkle bringen, was es mit diesen Besonderheiten
auf sich hat?


Tschüs,

Sebastian
Juergen Nieveler
2014-10-30 15:20:28 UTC
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Raw Message
Post by Sebastian Suchanek
Kann jemand Licht ins Dunkle bringen, was es mit diesen Besonderheiten
auf sich hat?
Du meinst glaube ich den Zielstab...

Hier ist eine nette Beschreibung:
http://www.flamesofwar.de/index.php?topic=8942.5;wap2

"Mal sehen ob ich es als ehermaliger Truppkommandant bei den schweren
Granatwerfern noch zusammen bekomme:

Als erstes baut der Gruppenkommandant seinen Richtkreis (quasi ein
Nivelliergerät) auf und stellt seine Position anhand Karte/Landschaft
fest. Es folgen ein paar Winkelberechnungen und die einzelnen Geschütze
werden dann anhand dieses Richtkreises ausgerichtet.
Anschließen läuft einer los und steckt die Richtlatten in einer geraden
Linie vom Geschütz schräg nach vorne oder nach hinten, je nach Platz.
Ab diesem Zeitpunkt kann der Richtkreis wieder verpackt werden und die
Geschütze richten die Feuerkommandos anhand der Richtlatten: Winkel an
Optik einstellen und Geschütz drehen bis das Richtlattenbild wieder
passt (gleicher Abstand zwischen Richtlatten und Fadenkreuz).
Statt der Richtlatten kann man natürlich auch einen anderen
Festlegepunkt verwenden. Dieser entfernte Festlegepunkt sollte aber
ausreichend weit entfernt sein, da man sonst schnell mal um ein paar
Strich in die falsche Richtung schaut. Außerdem kann dieser in der
Nacht nicht beleuchtet werden."

Mit anderen Worten: Mit dem Richtkreis stellt man die eigene Position
fest, die Lampe oben drauf ist dann die Ausrichtingshilfe für die
Geschütze. Beleuchtet, damit man das ganze auch Nachts benutzen kann.
--
Juergen Nieveler

Ceterum censeo NSA esse delendam
Sebastian Suchanek
2014-10-30 18:16:29 UTC
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Raw Message
Post by Juergen Nieveler
Post by Sebastian Suchanek
Kann jemand Licht ins Dunkle bringen, was es mit diesen Besonderheiten
auf sich hat?
Du meinst glaube ich den Zielstab...
http://www.flamesofwar.de/index.php?topic=8942.5;wap2
[...]
Mit anderen Worten: Mit dem Richtkreis stellt man die eigene Position
fest, die Lampe oben drauf ist dann die Ausrichtingshilfe für die
Geschütze. Beleuchtet, damit man das ganze auch Nachts benutzen kann.
OK, danke.
Inzwischen habe ich auch noch herausgefunden, dass das Sucherbild beim
RK76 doch etwas anders ist als bei "zivilen" Theodoliten.[1] Das macht
meine Idee, mir einen RK76 statt eines Theodoliten zuzulegen, weitgehend
zunichte. (Die Strich-Teilung in Grad umzurechnen wäre ja kein Problem
gewesen...)
Und damit erklärt sich dann auch, warum RK76 bei eBay deutlich günstiger
als Theodoliten zu haben sind. ;-)


Tschüs,

Sebastian

_____
[1] http://www.sondereinheiten.de/forum/viewtopic.php?p=77106#p77106
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